Erzbistum der Orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa

Kurzer Überblick über die Geschichte der russisch-orthodoxen Jurisdiktionen in der Diaspora

 

Heute umfasst die orthodoxe Diaspora in Mittel- und Westeuropa, die aus der russischen Kirche hevorgegangen ist, drei Jurisdiktionen: die Bistümer und Metropolien des Moskauer Patriarchates, das Erzbistum der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa mit Sitz in Paris und die Diözesen der Russischen Auslandskirche. Seit 2007 ist die russische Auslandskirche eine autonome Metropolie innerhalb der russischen orthodoxen Kirche und steht seitdem mit dem Moskauer Patriarchat in voller kirchlicher Gemeinschaft. Das Erzbistum der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa untersteht bisher noch der Jurisdiktion des Ökunenischen Pastriarchen in Konstantinopel. Wie aber ist es zu dieser Vielfalt russischer Jurisdiktionen im Westen gekommen?

 

Die bolschewistische Machtergreifung im Jahre  1917 hatte eine Emigrationswelle zur Folge, bei der 1,5 bis 2 Millionen Russen ins westliche Ausland flohen, die an den Kirchen aus der Zarenzeit,aber auch an neu eröffneten Behelfskirchen orthodoxe Diasporagemeinden gründeten. An eine echte kirchliche Verwaltung und Betreuung dieser Flüchtlingsgemeinden durch die russische orthodoxe Heimatkirche war unter den sich neu etablierenden sowjetischen Verhältnissen, vor allem wegen der sofort einsetzenden Kirchenverfolgung natürlich nicht wirklich zu denken. Auch begegneten viele Emigranten, sowohl die einfachen Gläubigen, aber auch die mit ihen geflohenen Bischöfe, Priester, Mönche und Nonnen, der Kirchenleitung in Moskau mit immer mehr Reserve und Misstrauen. Denn die russische orthodoxe Kirche in der Sowjetunion wurde von den Bolschewiki genötigt, Einfluss auf ihre Gemeinden im Ausland zu nehmen und jene kirchlich zu maßregeln, die dort das Sowjetregime kritisierten oder auf die nun in der Heimat einsetzende größte Christenverfolgung seit der heidnischen römischen Antike aufmerksam machten.

 

Im serbischen Karlowac gründeten die russischen Bischöfe, die vor den Revolutionswirren mit ihren Gläubigen gen Westen geflüchtet waren, im Jahre 1921 die russische orthodoxe Kirche außer Landes (Russische Auslandskirche). Da der Synod der russischen Auslandskirche nicht nur ein antikommunistisches, sondern sogar ein streng monarchistisches politisches Programm für ein erneuertes Russland nach dem Fall der Herrschaft den Bolschewiki vertrat und in theologischer Hinsicht verstärkt für besonders konservative orthodoxe Positionen eintrat (z.B. in der Frage des alten oder des neuen Kalenders), kam es bald zu Konflikten mit jenen russischen Bischöfen, die die Gemeinden in Mittel- und Westeuropa und in Nordamerika betreuten.

 

Diese ´lebten unter einer Mehrheit von katholischen und evangelischen Christen, von denen die dort neugegründeten orthodoxen russischen Flüchtlingsgemeinden oft substantielle Hilfe und freundschaftliche Förderung erfuhren. So waren diese orthodoxen Gemeinden für ökumenische Kontakte weitaus offener als die russische Diaspora der Auslandskirche, die sich vor allem in Serbien und Bulgarien, aber auch in China gesammelt hatten.

 

Beispielsweise konnte das orthodoxe Institut St. Serge in Paris, im Jahre 1925 gegründet, von Anfang an nur mit Fördermitteln der anglikanischen Kirche und des YMCA finanziert werden. S.E. Metropolit Jevlogij (Georgiensky), der den Gemeinden der Auslandskirche in Mittel- und Westeuropa vorstand, warf der Karlowacer Synod aus diesen Gründen eine zu liberale Haltung vor. Ein gewichtiger Streitpunkt wurde, unter anderen, die theologischen Positionen des Erzpriesters Sergej Bulgakow, der am  Institut St. Serge in Paris lehrte.

 

Im Jahre 1926 trennte sich Metropolit Jewlogij vom Synod der Auslandskirche. Auch die russische Metropolie in Nordamerika vollzog kurz danach ebenfalls die Trennung vom Karlowacer Synod. Beide russischen Kirchen gingen in der Folge eigene kirchliche Wege. Heute bildet die russische Metropolie in Nordamerika, die in ihren Anfängen bereits auf das 18. Jahrhundert zurückgeht, die autokephale Orthodox Church in America. Die von der russischen Mutterkirche im Jahre 1970 gewährte Autokephalie wird aber bis heute nicht von allen anderen orthodoxen Schwesterkirchen anerkannt.

 

Im Jahre 1927 hat sich Metropolit Jewlogij mit seinem Metropolitankreis, der damals bereits ganz Mittel- und Westeuropa umfasste, dem Moskauer Patriarchat unterstellt. Als die Sowjets aber versuchten, ihn mit Hilfe der Moskauer Kirchenleitung einzuschüchtern und ihn zu zwingen, die Kirchenverfolgung in der Sowjetuion vor der westlichen Öffentlichkeit zu leugnen, begab er sich im Jahre 1931 mit seiner Metropolie unter das Omophorion des Ökumenischen Patriarchen in Konstantinopel. Diese Unterstellung war ausdrücklich auf jenen Zeitraum beschrängt, der notwendig war, bis die russische Mutterkirche wieder frei und ungehindert wirken könnte. In der allgemeinen Euphorie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg unterstelle sich dann Metropolit Evlogij im Jahre 1946 erneut dem Moskauer Patriarchat. Nach seinem Tode schon wenige Monate später hat der Diözesanrat in Paris diesen Schritt widerrufen.

 

Mit einer Unterbrechung in den Jahren 1965 bis1971 ist das Russische Orthodoxe Erzbistum von Westeuropa unter der Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchen in Konstantinopel verblieben. Im Jahr 1999 gab der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I. dem Erzbistum die Struktur eines Patriarchalen Exarchates. Im November 2018 zog dann das Ökumenische Pariarchat seinen Tomos aus dem Jahre 1999 plötzlich und gänzlich unerwartet zurück und löste damit sein Exarchat für die Gemeinden russischer Tradition auf. Im September 2019 wird nun auf einer außerordentlichen Generalversammlung der Erzdiözese in Paris über den weiteren zukünftigen kirchlichen Weg der Erzdiözese entscheiden.

 

Ende der 1930-er Jahre wurden in Deutschland die Gemeinden des Pariser Erzbistums unter massivem Druck der nationalsozialistischen Reichsregierung in die Auslandskirche überführt. Erst seit den 1970-er Jahren ist das Erzbistum wieder dauerhaft durch Gemeinden in Deutschland vertreten.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat auch das Moskauer Patriarchat, dem vor 1945 nur fünf Gemeinden im Westen unterstanden, überall in Mittel- und Westeuropa sowie in Nordamerika Gemeinden gegründet oder für sich gewinnen können. Die Gemeinden im sowjetisch beherrschten Teil Mittel- und Osteuropas wurden natürlich automatisch der Jurisdiktion des Moskauer Patriarchats unterstellt. Aber auch andere Gemeinden traten im Laufe der Zeit zum Moskauer Patriarchat über. Die Gemeinden des Moskauer Patriarchates in Deutschland, aber auch in den Benelux-Ländern und Großbrittannien, waren vor dem erneuten Zuzug russischsprachiger Menschen nach dem Ende der Sowjetunion meist geistliche Heimat autochtoner Konvertiten zu Orthodoxie. Heute sind Patriarchatsgemeinden im Westen Europas geistliche Zentren für die immer noch anwachsende russische Diaspora. Der Zusammenbruch der früheren Sowjetunion hat erneute Emigrationswellen auslöst, die zum Beispiel Deutschland einen Zuzug  von etwa 2,5 Millionen Russlanddeutschen nebst ihren meist  russischen Ehepartnern brachte. Viele dieser in den vergangenen 15 Jahren zu uns eingewanderten, meist russischsprachigen Menschen haben erst hier in Deutschland zum orthodoxen Glauben gefunden. Deshalb ist ihnen die Beheimatung und Verwurzelung in der russischen Kultur und Sprache auch weiterhin besonders wichtig. So versteht sowohl in den Gemeinden der russischen Auslandskirche, als auch in den Gemeinden des Moskauer Patriarchates die überwiegende Mehrheit der Gläubigen ihre Pfarrgemeinden nicht als panorthodoxe Gemeinden mit russischen Wurzeln, sondern  definitiv als russische Gemeinden, die auch von den Konvertiten erwarten, dass sie bereit sind, in das russische Gemeindeleben und die altslawischen Gottesdienste hinein zu wachsen.

 

Für alle orthodoxen Diasporagemeinden russischer Tradition, welcher Jurisdiktion sie auch immer angehören, ist heute also ein unterschiedlicher Grad der Inkulturation in Sprache und Kultur der Gastländer kennzeichnend. Während einige der Gemeinden in allen drei Jurisdiktionen jegliche Form der Assimilierung, beispielsweise der sprachlichen, entschieden ablehnen und sich gleichsam als russische Inseln in der westlichen Welt verstehen, haben andere Gemeinden inzwischen den anderen Weg einer schrittweisen Beheimatung und Akulturation in den Gesellschaften , Kulturen und Sprachen ihrer Gastländer beschritten.

 

Gerade viele der Gemeinden im Erzbistum der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa sind diesen Weg der Öffnung hin zu dem Menschen und Kulturen ihrer Gastländer gegangen. Für einen Großteil der Gemeinden in Frankreich war der Übergang zur französischen Liturgiesprache seit den 1950-er Jahren charakteristisch, der auch dadurch noch befördert wurde, dass immer wieder Franzosen in diesen Gemeinden zum orthodoxen Glauben konvertierten und Gemeindeglieder in den orthodoxen Gemeinden russischer Tradition wurden.

 

Diakon Thomas Zmija v. Gojan

 

 

Erzbistum der orthodoxen Gemeinden

russischer Tradition in Westeuropa 

 

Diakon Thomas Zmija v. Gojan

 

Das Erzbistum der orthodoxen russischen Gemeinden in Westeuropa (Архиепископия Православных Русских Церквей в Западной Европе / Archevêché des Églises Orthodoxes Russes en Europe Occidentale) umfaßt heute rund 200 orthodoxe Gemeinden in fast allen Ländern Westeuropas und betreut dabei zwischen mindestens 25.000 bis 30.000 und höchstens 75.000 bis 80.000 Gläubigen (Diese Angabe basiert auf einer Einschätzung des Verfassers, der Zahlen, die S. E. Erzbischof Sergej (Konovaloff) im Jahre 2003 genannt hat, zugrunde liegen). Bisher untersteht es noch offiziell der Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel. Der amtierende Erzbischof ist Monsigneur Archevêque Jean von Charioupolis. Der Bischofsitz befindet sich an der Alexander-Newsky-Kathedrale in Paris. Das Erzbistum gliedert sich derzeit in mehrere Dekanate in Frankreich. Außerdem gibt es Dekanate für Belgien, die Niederlande, Italien, Deutschland, Spanien, Skandinavien sowie Großbritannien und Irland. 

 

Das Erzbistum ist aus der im Jahr 1921 gegründeten westeuropäischen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche hervorgegangen. Infolge der politischen und kirchlichen Schwierigkeiten, die sich aus der kommunistisch-atheistischen Kirchenverfolgung in Russland ergaben, untersteht die Diözese seit dem Jahre 1931 der Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchen. Im November 2018 hat das Ökumenische Patriarchat sein Exarchat für die Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa überraschend aufgelöst und die Gemeinden und Kleriker im Erzbistum dabei aufgefordert, sich in die bestehenden griechischen Metropolien zu inkorporieren.

Für das Erzbistum bedeutet diese gänzlich unerwartete Entscheidung die Notwendigkeit  zu grundsätzlicher Überlegung und Entscheidung innerhalb des Erzbistums, um die Treue zur ursprünglichen Identität des Erzbistums zu bewahren. Im Februar 2019 haben die Vertreter der Gemeinden und der Klerus des Erzbistums mit einer Mehrheit von 93 % der Stimmen (191 von 206 Delegierten) statutenkonform beschlossen, das Erzbistum nicht aufzulösen. Dieser Beschluss wurde  Seiner Allheiligkeit, dem Ökumenischen Patriarchen  und seinem Heiligen Synod in Konstantinopel inzwischen mitgeteilt. Inzwischen haben tiefgreifende Beratungen unter der Leitung von S.E. Erzbischof Jean von Charioupolis in den Gremien der Diözese stattgefunden. Im September 2019 wird eine Generalversammlung in Paris, wie von den Statuten der Erzdiözese vorgesehen, über den zukünftigen Weg der Erzdiözese befinden.

 

Die meisten 65 Gemeinden des Erzbistums befinden sich heute in Frankreich. Die über alle Länder West-, Mittel-, Süd- und Nordeuropas verteilten Gemeinden werden von 100 Priestern und 30 Diakonen betreut. In Deutschland gibt es Gemeinden in Stuttgart (Orthodoxe Kirchengemeinde Heiliger Alexander Newsky (Pragfriedhof), in Albstadt (Orthodoxe Kirchengemeinde Heiliger Sergej von Radonesch), in Balingen (Orthodoxe Kirchengemeinde Heiliger Martin von Tours) und in Krumbach (Synaxis der heiligen zwölf Apostel).

 

Die Gemeinden des Erzbistums sind in der russischen Tradition der orthodoxen Kirche beheimatet, verstehen sich aber nicht erstrangig als russische Auslandsgemeinden, sondern als Heimat für alle orthodoxen Christen, die sich zu den jeweiligen Parrgemeinden (Paroisse) und eucharistischen Kommunitäten (Communauté eucharistique) zugehörig fühlen. Infolgedessen ist auch der Anteil von Gläubigen westlicher Herkunft in den Gemeinden des Exarchats vergleichsweise groß. Damit alle Gläubigen in der Gemeinde gleichermaßen mit ins Gebet hinein genommen werden können, stellt der Gottesdienst in der jeweiligen westeuropäischen Landessprache nicht eine Ausnahme, sondern die gewünschte Normalität dar, wobei gleichzeitig auch selbstverständlich immer Teile der Gottesdienste in den jeweiligen Heimatsprachen der anwesenden Gläubigen gebetet und gesungen werden können. Jedoch werden den Gläubigen im Exarchat außer den Vorschriften, die im christlich-orthodoxen Glauben und den daraus folgenden Regeln für das orthodoxe kirchliche Leben begründet sind, grundsätzlich keine weiteren Verhaltensnormen als verbindliche Leitkultur auferlegt. Jede Gläubige kann und darf sein sprachliche, nationale und kulturelle Identität selbst bestimmen und ihr jeweils einen eigenen Ausdruck verleihen. Unter Erzbischof Georgy (Tarassov, 1960-1988) wurde für das Erzbistum die bis heute gültige Regelung beschlossen, dass jede Einzelgemeinde für sich und nach ihren pragmatischen Bedürfnissen entscheiden darf, in welcher Sprache sie ihr gottesdienstliches leben gestalten möchte. Dabei haben sich heute zwei Grundvarianten herausgebildet: Es gibt bis heute im Erzbistum neben vielen Gemeinden mit mehrheitlich landessprachlichem Gottesdienst und neuem (neujulianischem) Kalender genauso selbstverständlich auch Gemeinden mit vorwiegend kirchenslawischer Gottesdienstsprache und altem (julianischem) Kalender. Dabei versuchen die einzelnen Gemeinden in der jeweils zu ihnen passenden Art und Weise das russisch-kirchenslawische Vätererbe zu bewahren und die berechtigten Interessen der jungen Generation und der sich neu in der Orthodoxie beheimatenden Konvertiten nach einem vorwiegend landessprachlich geprägten Gottesdienst in gerechten Einklang zu bringen. Denn so wenig wie sich die heutige kirchliche Wirklichkeit im Erzbistum einfach mit dem Begriff "russisch-orthodox" klassifizieren läßt, genau so verkürzend und der komplexen Fülle der gelebten Realitäten in den Gemeinden des Exarchates nicht gerecht werdend wäre es, beim Exarchat einfach von einer "Orthodoxie westeuropäischer Prägung, mit einer abendländischen Identität oder Mentalität" sprechen zu wollen. 

 

Ferner gehört zum Erzbistum das Institut de Théologie Orthodoxe Saint-Serge in Paris, das die älteste und traditionsreichste orthodoxe theologische Bildungseinrichtung in Westeuropa ist. Vor allem in Frankreich unterstehen verschiedene orthodoxe Klöster und Skiten der Jurisdiktion des Exarchats, so zum Beispiel das Kloster Sainte Silouane in Saint Mars de Locquenay.

 

Kurzgefasste Geschichte des Erzbistums der Orthodoxen Gemeinden russischer Traditionin Westeuropa

 

Unser Erzbistum ist aus Gemeindegründungen russischer orthodoxen Emigranten hervorgegangen, die nach der Oktoberrevolution nach Westeuropa geflohen waren. Die kommunistische Oktoberrevolution, in deren Folge die russischen Bolschewiki die Ideologie des historischen Materialismus zur staatstragenden Doktrin in Russland machten, hatte weitreichende Konsequenzen für die orthodoxe Kirche und das Leben der Christen in Russland. Wegen des blutigen Bürgerkriegs und der bereits unmittelbar nach der Oktoberrevolution einsetzenden Verfolgung der Christen begann eine ungeheure Emigrationswelle von Russland in die Länder Westeuropas.

 

Besonders Frankreich wurde zum Ziel dieser Flüchtlinge. Die  Zahl der russischen Emigranten, die sich in Frankreich niederließen, wird auf über 400.000 Personen geschätzt, die sich zu rund 80 % im Großraum von Paris niederließen. Dagegen wird die Zahl der russischen Emigranten, die sich in Deutschland niederließen, mit rund 250.000 geringer angesetzt. In Deutschland wurde vor allem Berlin zu einem Zentrum der russischen Emigranten. Unter den Flüchtlingen befanden sich auch etliche Bischöfe und viele Priester, Mönche und Nonnen.

 

Seit dem 18. Jahrhundert hatten sich orthodoxe Russen, vor allem als Kurgäste, in Westeuropa aufgehalten. So beginnt die russische orthodoxe Präsenz im Westen nicht erst mit dem bolschewistischen Oktoberputsch von 1917. Bereits im 19. Jahrhundert kam es zu zahlreichen repräsentativen Kirchenbauten in Westeuropa. In dieser Zeit entstanden auch die Alexander-Newsky-Kathedrale in Paris (rue Darue, erbaut 1859 bis 1861) und die Sankt-Nikolaus-Kathedrale in Nizza (Avenue Nicolas II, erbaut 1902 bis 1912). Insbesondere eheliche Verbindungen zwischen dem Zarenhaus und deutschen Fürstenhäusern führten dazu, dass es in vielen deutschen Residenzstädten orthodoxe Kirchen und Kapellen gab. Auch in den Kurorten Westeuropas wurden orthodoxe Gotteshäuser im russischen Stil errichtet, um während der Kursaison als Gottesdienststätten für die russischen Gäste zu dienen.

 

Die russischen Kirchengemeinden in Westeuropa hatten während der Vergangenheit der Jurisdiktion des Metropolien von Petersburg und Nowgorod unterstanden. Im Jahre 1919 wurde Metropolit Evlogij (Georgievskij), der seine Kathedra in Paris nahm, vom Moskauer Patriarchen Tichon und dem Petrograder Metropoliten Wenjamin mit der bischöflichen Seelsorge an den russischen Kirchengemeinden in Westeuropa betraut. Er unterstand unmittelbar dem Patriarchen in Moskau. Eine andere Gruppe geflüchteter russischer Bischöfe fand gastliche Aufnahme durch den serbischen Patriarchen Dimitrije, der ihnen seine Sommerresidenz in Sremski Karlovac überlies. Die dorthin orientierten Bischöfe bildeten schon bald einen Bischofssynod, aus dem in Laufe der folgenden Jahrzehnte die ‚Russische Auslandskirche‘ entstand, die seit der Zeit zwischen 1922 und 1927 einen eigenständigen kirchenpolitischen Weg beschritt. Bis zur Wiedervereinigung mit dem Moskauer Patriarchat  nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in Russland im Mai 2007 bildete die ‚Russische Auslandskirche‘ ein zum Moskauer Patriarchat im Schisma lebende Kirchengemeinschaft, die sich gegenüber der sowjetischen Situation in Russland mit aller Schärfe abgrenzte.

 

Wegen der schwierigen kirchlichen Situation im Russland bat Metropolit Evlogy den Ökumenischen Patriarchen Photios II. im Konstantinopel, das russische Bistum in Westeuropa unter den Schutz seines Omophorions zu nehmen. Im Jahre 1931 wurde das Bistum dann als eigenes Exarchat für die Russischen Orthodoxen Gemeinden in Westeuropa unter die Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchen aufgenommen.

 

Im November 2018 zog dann das Ökumenische Pariarchat seinen Tomos aus dem Jahre 1999 plötzlich und gänzlich unerwartet zurück und löste damit sein Exarchat für die Gemeinden russischer Tradition auf. Die Priester und ihre Gemeinden wurden von Konstantinopel aufgefordert, sich in die örtlichen griechischen Eparchien des Ökumenischen Patriarchats einzugliedern. Daraufhin hat das Moskauer Patriarchat dem Erzbistum der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa angeboten,sich mit dem kirchenrechlichen Status einer Autonomen Kirche innerhalb des Moskauer Patriarchats wieder mit der russischen Mutterkirche zu vereinigen. Autonome Kirchen sind gegenüber ihrer Mutterkirche in so weit eigenständig, dass sie einen eigenen Synod und eigene Statuten haben, aber auch besondere Lokaltraditionen (im Fall der Erzdiözese den "neuen Kalender" und die Feier der Gottesdienste in den westeuropäischen Sprachen) pflegen können. Auch die Weihe von Auxiliarbischöfen wurde dem Erzbistum in den Verhandlungen bisher schon zugesichert. Das großherzige Angebot der russischen Kirche wird im September 2019 auf einer außerordentlichen Generalversammlung in Paris besprochen werden. Dort wir dann über den weiteren zukünftigen Weg der Erzdiözese entscheiden werden.

 

Dem Pariser Erzbistum gehören heute außer den Nachkommen der russischen Emigranten auch viele zur Orthodoxie konvertierte Westeuropäer an. Schätzte man im Jahre 1945 die Zahl der Gläubigen des Exarchates in Frankreich auf rund 150.000, so ist im Laufe der folgenden Jahrzehnte ist die Zahl der Gläubigen jedoch etwas kleiner geworden. Realistische Schätzungen gehen heute davon ausgehen, dass zum ‚Pariser Erzbistum‘ zwischen 100.000 und 25.000 Gläubige in ganz Westeuropa gehören. Damit ist das ‚Pariser Erzbistum‘, gemessen an der Größe seiner Gläubigenzahl im Vergleich zu anderen orthodoxen Diaspora-Bistümern in Westeuropa, zwar nur eine kleinere numerische Größe. Jedoch ist das Erzbistum durch sein besonderes geistliches Leben, das aus einer Verbindung von unbedingter Treue zu den ererbten orthodoxen Traditionen mit gleichzeitiger großer Offenheit für eine konsequente Beheimatung der Gläubigen in ihrer westeuropäischen Umwelt lebt, ein wichtiger Orientierung für alle orthodoxen Christen, die in Westeuropa leben und sich deshalb im Laufe der kommenden Jahrzehnte auch hier akkultrieren und beheimaten werden müssen. Ein Charakteristikum der Gemeinden im ‚Pariser Erzbistum‘ ist es, dass sie in der Mehrheit ihre  Gottesdienste inzwischen in der jeweiligen Landessprache zelebrieren.

 

S. E. Metropolit Evlogij
S. E. Metropolit Evlogij

Metropolit Eylogij (Vasily Semyonovič Georgievsky (1869-1946)) erhielt seine theologische Ausbildung an der geistlichen Akademie in Moskau. Im Jahre 1903 wurde er dann zum Bischof geweiht. Von 1912 bis 1914 war er Erzbischof von Chelm und von 1914 bis 1919 Erzbischof von Wolhynien. Nach dem bolschewistischen Oktoberputsch floh er im Jahre 1917 aus Russland. Seit 1920 nahm er zunächst mit an den Sitzungen der russischen Auslandsbischöfe in Karlovac teil. Im Oktober 1920 bestimmte der Synod der russischen Auslandsbischöfe (= Südrussische Provisorische Oberste Kirchenleitung) Erzbischof (seit 1922 Metropoliten) Evlogy zum verwaltenden Bischof für die russischen Gemeinden im westeuropäischen Ausland. Dieser nahm zunächst seinen Sitz in Berlin. Als kurz darauf klar wurde, dass sich die Mehrheit der russischen Emigranten in Frankreich niedergelassen hatte, verlegte er seinen Bischofssitz nach Paris. Im April 1921 bestätigte Seine Heiligkeit Patriarch Tichon und Metropolit Wenjamin von Petrograd, dem traditionell alle Auslandsgemeinden der russischen orthodoxen Kirche unterstanden, diese Entscheidung der russischen Auslandsbischöfe und ernannte Erzbischof Evlogy zum Administrator für die "Provisorische Verwaltung der russischen Gemeinden in Westeuropa". Obwohl Metropolit Evlogy zunächst anstandslos an den Sitzungen der russischen Auslandsbischöfe teilnahm, hielt er eindeutig an der alleinigen Regelungskompetenz der Moskauer Patriarchatsverwaltung für die kirchlichen Angelegenheiten in der russischen Diaspora fest. Als die russischen Auslandsbischöfe im Jahre 1927 eine neue Diözese mit Sitz in Berlin errichten wollten, wiedersetzte sich Metropolit Evlogy entschieden dieser Neuordnung, die nicht von der Moskauer Kirchenleitung legitimiert worden war.

Im Jahre 1928 gab Metropolit Sergej (Stragorodsky), damals Locum Tenens des patriarchalen Throns in Moskau, seine bis heute umstrittene Loyalitätserklärung gegenüber dem Sowjetregime ab. Damit hatte sich die Moskauer Kirchenleitung in den Augen der meisten Emigranten in die Hände der atheistischen Bolschewiki begeben. Zunächst versuchte Metropolit Evlogy durch diplomatische Formulierungen einen offenen Bruch mit dem Metropoliten Sergej in Moskau zu vermeiden.

Jedoch nachdem Metropolit Evlogy im Jahre 1930 an einem Gebetsgottesdienst in London für die verfolgten Christen in Russland teilgenommen hatte, wurde er von Metropolit Sergej für abgesetzt erklärt. In dieser Situation hielt jedoch die Mehrheit derjenigen russischen orthodoxen Emigrantengemeinden, die nicht der Auslandskirche unterstanden, Metropolit Evlogy die Treue. Daraufhin wandte sich Metropolit Evlogy mit der Bitte an Seine Allheiligkeit Patriarch Photios II von Konstantinopel, das Bistum unter den Schutz seines Omophorions zu nehmen. Im Jahre 1931 wurde die Diözese als „Patriarchales Exarchat für die Orthodoxen Russischen Gemeinden in Westeuropa“ gemäß der kanonischen Regelungen der Kanones des Heiligen Ökumenischen Konzils von Chalcedon unter den Schutz des Ökumenischen Patriarchats genommen.

Als Metropolit Evlogy am Ende des Zweiten Weltkriegs unter den Eindruck der jüngsten politischen Ereignisse versuchte, das Exarchat wieder der Kirchenleitung des Moskauer Patriarchates zu unterstellen, versagte sich die Mehrheit der Gemeinden im Exarchat diesem Versuch. Ob Metropolit Evlogy kurz vor seinem Tode am 08. April 1946 seinen Schritt aus den Vorjahr (1945) nochmals überdacht und dann widerrufen hat, wird kirchenhistorisch unter den drei in der russischen Emigration vertreten kirchlichen Jurisdiktionen (Exarchat, Auslandskirche & Moskauer Patriarchat) unterschiedlich bewertet. Als das Moskauer Patriarchat mit Metropolit Seraphim (Lukjanov) einen neuen bischöflichen Leiter für das Exarchat entsandte, wurde dieser von den Gemeinden nicht angenommen. Die Gemeinden des Exarchates blieben bis zum heutigen Tag unter der Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchates. Zwar hatte das Ökumenische Patriarchat auf Druck aus Moskau hin im Jahre 1965 das Exarchat aus seiner Jurisdiktion entlassen, doch als die „Pariser Russen“ es über Jahre hin ablehnten, sich der Jurisdiktion des Moskauer Patriarchates unterzuordnen, nahm sie der Ökumenische Patriarch Athenagoras I. erneut unter seinen kanonischen Schutz. Dabei wurde der Status des Erzbistums zu einem nun nicht mehr provisorischen Exarchat aufgewertet.

 

Gemeinden des Erzbistums befinden sich heute außer in Frankreich auch in Italien, Belgien, Norwegen, Dänemark, Schweden und Großbritannien. Bis zum Jahre 1935, als das Hitler-Regime alle russischen orthodoxen Kirchengebäude und Gemeinden auf dem Boden des Deutschen Reiches der Jurisdiktion der ‚Russische Auslandskirche‘ übergab, unterstanden Metropolit Evlogij hierzulande 13 Gemeinden. Heute gehören zum ‚Pariser Erzbistum‘ wieder vier, meist deutschsprachige Gemeinden.

 

Schon im Jahre 1925 war in Paris das theologische Institut des heiligen Sergius von Radoneš gegründet worden, an dem eine Reihe bedeutender, orthodoxer Theologen, Religionsphilosophen und Kirchenhistoriker lehrte. Hier fand eine erste, fruchtbare Begegnung zwischen orthodoxer und abendländischer Theologie statt.  Auch der Anteil, den das Institut an der Wiederbelebung einer auf das patristische Erbe ausgerichteten orthodoxen Theologie geleistet hat, wird ein bleibendes Vermächtnis von Saint-Serge an die Weltorthodoxie bleiben.

 

Zum Erzbistum gehört vor allem in Frankreich eine ganze Reihe von Klöstern und Skiten.  In Deutschland ist es bisher mit Pfarrgemeinden in Stuttgart, Balingen, Albstadt und Krumbach vertreten.

 

Diakon Thomas Zmija v. Gojan

 

Institut de Théologie Orthodoxe Saint-Serge in Paris

 

Das Institut de Théologie Orthodoxe Saint-Serge in Paris ist weltweit die einzige französischsprachige Institution, die ein Studium der orthodoxen Theologie auf Universitätsniveau anbietet.

 

Die Gebäude des Instituts gruppieren sich um das Kirchengebäude, das im Jahre 1850 als Kirche einer deutschsprachigen lutherischen Kirche in Paris erbaut worden war. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde diese, praktisch nicht mehr genutzte, Kirche von der französischen protestantischen Kirche zum Verkauf angeboten. Damals hatte sich in Paris zahlreiche orthodoxe Gläubige angesiedelt, die wegen der russischen Revolution ihre Heimat hatten verlassen müssen. Ihr geistliches Oberhaupt Metropolit Evlogy (Georgievsky 1868–1946), suchte  zu der Zeit gerade eine Kirche, die gleichzeitig als Gottesdienstraum und theologisches Seminar für die Ausbildung des Priesternachwuchses seiner Diözese dienen konnte. Durch Spenden der russischen Emigranten,  aber auch durch einen maßgeblichen Beitrag der sich gerade formierenden ökumenischen Gemeinschaft, wurde der Kauf am Ende möglich. Am 18. Juli 1924, nach julianischen Kalender der 05. Juli, dem Namenstag von Sergius von Radonesch, wurden Kirche und das neugegründete Institut unter dessen Patronat gestellt.

 

S. E. Metropolit Evlogy sorgte von Anfang an für eine Zusammenarbeit mit hervorragenden Professoren, Theologen und religiösen Denkern der russischen orthodoxen Emigration, deren Arbeiten stark dazu beitrugen, die orthodoxe Theologie in der westlichen Welt bekannt zu machen:

 

 der Dekan des Instituts Sergei Nikolajevič Bulgakov

der Patristiker Georges Florowsky

der Patristiker und Liturgiker Cyprian Kern

der Historiker Anton Wladimirovič Kartaschev

der Historiker Georgi Petrovič Fedotov

der Philosoph Wasilij Wasiljevič Zenkovsky 

Lev Aleksandrowič Zander

der Neutestamentler Cassian Bezobrazov

der Kirchenrechtler Nicolas Afanasiev

 

Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg bekam das Institut Saint-Serge das Recht, Master-Abschlüsse und Doktorentitel zu verleihen. Während der ersten Jahrzehnte war die Unterrichtssprache Russisch, heute ist sie französisch.

 

Jurisdiktionell untersteht das Institut dem Exarchat der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa und damit dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel.

 

 

Thomas Zmija v. Gojan

 

Unser Erzbischof

 

Der Erzbischof unserer Diözese

 

S. E. Erzbischof Jean von Chariopolis, Exarch des Ökumenischen Patriarchen für die orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa 

 

Erzbischof  Jean (Renneteau) wurde im Jahr 1942 in Bordeaux geboren. Sein theologisches Studium hat er am Institut de Théologie Orthodoxe Saint-Serge in Paris absolviert. Seit seiner Studentenzeit war er ein geistlicher Schüler von Vater Sophrony (Sacharov) gewesen. Im Jahr 1974 wurde er durch Erzbischof Georgi (Tarassov) zum Priester geweiht. Danach betreute er viele Jahre lang die französisch- sprachige orthodoxe Gemeinde der heiligen Großmärtyrerin Katherina und der Allheiligen Dreieinheit in Chambésy bei Genf. Nachdem Archimandrit Jean war am 13. Februar 2015 durch den Heiligen Synod des Ökumenischen Patriarchates zum Auxiliarbischof des Patriarchen gewählt worden war, wurde er am 15. März 2015 in Genf zum Bischof geweiht und für den Dienst in unserer Diözese freigestellt. Nachdem am 25. April 2016  auf Vorschlag Seiner Allheiligkeit Patriarch Bartholomäus der Heilige Synod in Konstantinopel Bischof Jean von Chariopolis den Ehrentitel eines Erzbischofs verliehen und ihn zum Patriarchal-Exarchen für die orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa ernannt hatte, fand am 26. Mai 2016 die Inthronisation von Erzbischof Jean von Chariopolis in der Kathedrale des heiligen Alexander Newsky in Paris als Erzbischof unserer Diözese statt. Diese Erhebung geschah in Übereinstimmung mit der Entscheidung der Außerordentlichen Generalversammlung des Exarchats, die am vorhergegangen 28. März 2016 zusammengetreten war.

 

Die Gemeinden des deutschen Dekanats im Exarchat der Orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa

 

Heute gibt es vier Gemeinden des Erzbistums der Orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Deutschland. Sie bilden zusammen das deutsche Dekanat. Der Dekan ist Erzpriester Michael Buk.

 

Die orthodoxe Gemeinde zu Ehren des Sergius von Radoneš in Albstadt ist eine kleine Gemeinde orthodoxer Christen aus verschiedenen Ländern. An den Wochenenden und an Festtagen treffen sie sich um gemeinsam Gottesdienste und Liturgie zu feiern.Sie feiert ihre Gottesdienste vorwiegend in deutscher Sprache mit wenigen slawischsprachigen Anteilen . Der Pfarrer der Gemeinde ist Erzpriester Michael Buk.  

 

Adresse der Kirche in Albstadt - Schlossstrasse 42

 

Die orthodoxe Gemeinde Heiligen Martin von Tours gibt es seit April 2012. Die ehemalige Siechenkapelle in Balingen wurde der Gemeinde in Albstadt als neue Kirche zur Verfügung gestellt, und wurde am 12. Mai 2012 von Erzbischof Gabriel eingeweiht. Der Gottesdienst wird in dieser Gemeinde überwiegend in deutscher Sprache mit wenigen slawischsprachigen Anteilen gefeiert. Sie wird ebenfalls von Erzpriester Michael Buk betreut.

 

Adresse der Kirche in Balingen - Tübinger Strasse 48

 

Die orthodoxe Gemeinde des heiligen Alexander Newsky feiert ihre Gottesdienste in einer Kirche gleich am Eingang des Pragfriedhofs in Stuttart. Der Gottesdienst wird in dieser Gemeinde überwiegend in slawischer Sprache jedoch mit vielen deutschsprachigen Anteilen gefeiert.  Pfarrer der Gemeinde ist Erzpriester Johannes Kaßberger

 

Adresse der Kirche in Stuttgart: Friedhofsstrasse 44

 

Die orthodoxe Gemeinde zur Synaxis der heiligen zwölf Apostel ist eine sehr kleine, sich noch im Aufbau befindliche sehr kleine Gemeinde in Krumbach (Schwaben). Die Gemeinde wird von Priester Benjamin Zervos geleitet.

 

Der Ort und die Termine der Gottesdienste in Krumbach sind bei Priester Benjamin Zervos zu erfragen:

Telefon: 0170 473 0449

 

E-Mail: orthodoxe-kirche-krumbach@t-online.de

 

zusammengestellt von Diakon Thomas Zmija v. Gojan